Energiebereitstellung

Die 4 Wege der Energiebereitstellung beim Menschen

(Vereinfachte Darstellung)

 

 

Die Bereitstellung von Energie ist eine Grundvoraussetzung für biologisches Leben. Das ATP (Adenositriphosphat) ist dabei die Schlüsselsubstanz, mit welcher alle Zellen Energie transportieren und zwischenspeichern. Die Abgabe von Energie erfolgt dann über die Umwandlung zu ADP (Adenosindiphosphat). Da die körpereigenen ATP Speicher nur für wenige Sekunden ausreichen, muss das ATP ständig neu resyntesiert werden.

 

Die Resynthese von ATP erfolgt "aerob" durch Oxidation von Substraten unter Sauerstoffverbrauch und den Endprodukten CO2 und H2H.

 

Bei der "anaeroben" Resynthese unterscheidet man zwischen der anaerob-laktaziden und der anaerob-alakterziden Energiebereitstellung.

 

Für die körperliche Belastung sind die unterschiedlichen Energieflussraten und die zur Verfügung stehende Gesamtmenge der einzelnen Energiebereitstellungsformen von Bedeutung.

 

Die höchste Energieflussrate weist die anaerob-alaktazide Energiebereitstellung aus energiereichen Phosphaten (CrP und ATP) auf. Allerdings reicht die Gesamtmenge bei maximaler Leistung nur für wenige Sekunden.

Eine etwas höhere Energiemenge kann über die anaerob-laktatzide Energiebereitstellung durch Abbau von Glukose zu Laktat erfolgen. Allerdings ist die Energieflussrate hierbei dann schon deutlich geringer.

Die aerobe (oxidative) Energiegewinnung erfolgt entweder aus Kohlenhydraten oder aus der Oxidation freier Fettsäuren. Die dann nochmals langsamere Energiebereitstellung steht dem Vorteil deutlich einer längeren maximalen Belastungsdauer gegenüber.

 

Die Energiebereitstellungsformen werden bei körperlicher Belastung also jeweils in Abhängigkeit der Belastungsintensität, der Belastungsdauer, der Muskelfaserverteilung oder der Verfühgbarkeit von Sauerstoff beansprucht.

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© André Weinand